Alpenstraße

Die Deutsche Alpenstraße gilt als die älteste Ferienstraße Deutschlands. Erstmalig erwähnt wird der historische Routenverlauf in einem 1879 erschienenen Bericht einer Reise des Bayerischen Königs Maximilian II. (1811-1864) aus dem Jahre 1858, der in weiten Teilen mit dem heutigen Verlauf und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke übereinstimmt.

Ende der 1920er Jahre verkündete Sanitätsrat Dr. Knorz aus Prien am Chiemsee die Idee einer Straße, „die quer durch die bayerischen Alpen von Lindau bis Berchtesgaden führend die Schönheiten dieses landschaftlich hervorragenden Gebietes dem reisenden Publikum erschließen soll". Die anwesenden Fremdenverkehrsfunktionäre und Landtagsabgeordneten aller Parteien versprachen, sich kräftigst für das Projekt einzusetzen.

1932 ließ der Deutsche Touring Club erste Pläne ausarbeiten. Um die entsprechende Infrastruktur entlang des Routenverlaufs anzulegen, waren massive Bauarbeiten notwendig. Nur sechs Jahre nach Beginn des ersten Bauabschnitts in Inzell, konnten 1939 bereit 275 Kilometer der Strecke zusammenhängend befahren werden. Bis zur Fertigstellung der rund 450 Kilometer langen durchgängigen Verbindung zwischen Bodensee und Königssee dauerte es aber schließlich noch bis 1960.

Seither erfreut sich die Straße großer Beliebtheit für Gäste aus nah und fern, bietet sie doch Fahrvergnügen pur, atemberaubende Ausblicke und die Gelegenheit, ein bayerisches Original nach dem anderen zu „erfahren".